Technik
Joomla 3 bekommt keine Updates mehr. Was tun? Umziehen, mit Umleitung jeder alten Adresse.
In Franken laufen auffällig viele Betriebs- und Vereinsseiten noch auf Joomla 3. Das Risiko wächst, der Umzug ist planbar.
Joomla 3 hat im August 2023 das Ende des Supports erreicht und bekommt keine Sicherheitsupdates mehr. Betriebe mit Joomla-3-Websites sollten innerhalb der nächsten Monate umziehen, auf WordPress, wenn sie selbst pflegen, oder auf eine statische Seite, wenn nicht. Ein Update auf Joomla 4 oder 5 ist möglich, scheitert aber oft an alten Templates und Erweiterungen. In jedem Fall gilt: Jede alte Adresse einzeln umleiten, sonst gehen die Google-Platzierungen verloren.
Ihre Website stammt von der früheren SEKO Webdesign aus Weißenburg?
Dann ist dieser Beitrag wahrscheinlich für Sie geschrieben. Von 2012 bis etwa 2023 hat unter dieser Domain ein Weißenburger Einzelunternehmen Websites für Betriebe und Vereine im Altmühltal, im Raum Eichstätt und Ingolstadt gebaut, viele davon auf Joomla 3, andere auf WordPress-Versionen, die seit Jahren kein großes Update mehr bekommen haben. Der Betrieb existiert nicht mehr. Die Domain gehört seit 2026 der stark.marketing GmbH aus Heidelberg; wir sind nicht der Nachfolger, wir haben keine Kundendaten und keine Zugänge übernommen. Was wir anbieten, ist der nächste Schritt: eine ehrliche Einschätzung, ob Ihre Seite noch trägt, und wenn nicht, der Umzug mit Umleitung jeder alten Adresse. Wer die bestehende Seite erst einmal nur absichern und aktuell halten will, findet das unter Wartung und Hosting ab 49 Euro im Monat. Den Preisrahmen für einen Umzug zeigt der Rechner am Ende dieser Seite.
Warum ist Joomla 3 ein Problem?
Joomla 3 war von 2012 bis 2023 die meistgenutzte Version des Systems, und viele Agenturen in Franken haben damit gebaut, auch der frühere Betrieb unter dieser Domain. Seit dem 17. August 2023 gibt es für Joomla 3 keine Sicherheitsupdates mehr. Jede Lücke, die seitdem gefunden wird, bleibt offen. Für den Betrieb heißt das: Die Seite läuft weiter, bis jemand die Lücke nutzt. Dann steht statt der Firmenseite eine Spam-Seite oder ein Erpressungshinweis, und Google nimmt die Adresse aus dem Index, bis sie bereinigt ist.
Dazu kommen die alltäglichen Probleme: Templates, die auf dem Handy nicht funktionieren, PHP-Versionen, die der Hoster abschaltet, und Erweiterungen, deren Entwickler nicht mehr erreichbar sind.
Welche drei Wege gibt es?
Update auf Joomla 5. Über Joomla 4 als Zwischenschritt. Sinnvoll, wenn das Template für Joomla 5 verfügbar ist, die Erweiterungen es auch sind und jemand im Betrieb Joomla kennt. In der Praxis ist das selten der Fall, und das Update wird zum Neubau in einem System, das im deutschen Mittelstand kaum noch jemand pflegt.
Umzug auf WordPress. Der häufigste Weg. Inhalte und Bilder werden exportiert, die Seite wird auf WordPress neu aufgebaut, mit Redaktionszugang für Sie. Vereine und Betriebe mit regelmäßigen Inhalten sind hier richtig. Kosten 3.000 bis 8.000 Euro, mit Wartung ab 79 Euro im Monat.
Umzug auf eine statische Website. Für Betriebe, deren Seite nach dem Umzug selten geändert wird. Schneller, sicherer, wartungsärmer, Änderungen über die Agentur. Kosten 2.500 bis 8.000 Euro, Betrieb fast ohne laufende Kosten.
Was ist beim Umzug die eine Regel, die zählt?
Jede alte Adresse wird einzeln umgeleitet. Joomla-Seiten haben oft mehrere Adressen für dieselbe Seite: die sprechende (/leistungen.html), die technische (/index.php?option=com_content&view=article&id=42&Itemid=110) und Varianten mit und ohne .html. Alle müssen erfasst werden, mit Wayback-Archiv, Google Search Console und dem Joomla-Menü als Quellen. Dann bekommt jede Adresse eine Entscheidung: bleibt, wird umgeleitet, entfällt begründet.
Wer stattdessen alle alten Adressen auf die neue Startseite leitet, verliert die Platzierungen trotzdem, weil Google Viele-auf-Eine als Fehlerseite wertet. Und wer gar nicht umleitet, verliert sie sofort.
Was passiert mit den Inhalten?
Texte, die gut sind, bleiben und werden überarbeitet. Texte, für die die alte Seite rankt, behalten Überschrift, Kernaussage und Adresse. Bilder werden auf Auflösung und Rechte geprüft; Fotos aus Bilddatenbanken ohne Lizenznachweis nehmen wir nicht mit. Erweiterungen (Formular, Galerie, Kalender, Karte) bekommen je einen Nachfolger.
Wie lange dauert der Umzug, und was kostet er?
Sechs bis zwölf Wochen, je nach Umfang. Zwei Wochen Bestandsaufnahme, dann Aufbau, Inhalte, Umleitungen, Livegang und Nachmessung. Kosten für eine kleine Betriebs- oder Vereinsseite mit zehn bis fünfzehn Unterseiten 3.000 bis 5.000 Euro, für größere Seiten bis 8.000 Euro. Bis zum Livegang bleibt die alte Seite online; wir empfehlen für den Übergang Backups und eine Firewall auf Hosting-Ebene.
Stand: . Preise netto, Änderungen nur bei echter Anpassung.